Viele Fachausdrücke und einfache Erklärungen.

Bedruckstoff

Der Bedruckstoff ist das zu bedruckende Material. Das kann so gut wie alles sein: Papier, Folie, Textilien, Metall usw. Die häufigsten Bedruckstoffe im Verpackungsdruck sind Folien und Papiere.

Belichter

Belichter bringen die virtuellen Daten aus den Druckvorstufen-Computersystemen auf physisches Material. Die meisten Belichter arbeiten heute mit einem Laser, der die Daten punktweise auf einen Film (CTF-Verfahren) oder direkt auf die Druckform brennt (CTP-Verfahren). In Flachbettbelichtern, auch Kapstanbelichter genannt, wird das Belichtungsmaterial mit Transportwalzen am Laserstrahl vorbei geführt. In Trommelbelichtern wird das Belichtungsmaterial in eine Trommel eingespult. Der Laserstrahl wandert entweder an der Innenseite (Innentrommelbelichter) oder der Außenseite (Außentrommelbelichter) darüber. Im Verpackungsdruck werden meist Trommelbelichter benutzt, weil sie sehr genaue Ergebnisse erzielen.

Belichtung

Belichtung beschreibt den Vorgang, wenn Licht oder elektromagnetische Strahlen auf lichtempfindliche Stoffe wie Fotofilme oder Kopierschichten wirkt und sich dadurch deren chemische Zusammensetzung verändert. Bilder entstehen, wenn das Licht nur auf bestimmte Stellen fällt und nur diese verändert.

Blitzer

Blitzer entstehen durch Toleranzen im Druckprozess. Wenn im Druck farbige Flächen nicht passgenau aneinanderliegen, „blitzt“ an diesen Stellen unerwünscht das Papierweiß durch. Verhindert wird dies durch Überfüllungen.

CMYK

CMYK ist die Abkürzung für das im Druck übliche subtraktive Vierfarbsystem. Es besteht aus den drei Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb (Yellow) sowie Schwarz. Symbolisiert wird das Schwarz durch das K für Key, um Verwechslungen mit dem S für Saturation (engl. für Sättigung) auszuschließen. Schwarz wird hinzugefügt, um beim Zusammendruck mehr Kontrast und Tiefe zu erzeugen. Zudem lässt sich die Farbe Schwarz zwar theoretisch aus den drei Farbkomponenten Cyan, Magenta und Gelb herstellen. Praktisch entsteht im Druck aber ein Grün- oder Braunstich.

Colour Management System

Mit einem Colour Management System werden verschiedene Ausgabegeräte wie Druckmaschinen, Proofer und Monitore farblich in Übereinstimmung gebracht. Jedes Gerät hat sein spezifisches Farbprofil, das zunächst anhand farbmetrischer Messungen ermittelt wird. Die Daten fließen in das Colour Management System ein und werden für jedes Ausgabegerät so verändert, dass es die Farbe exakt wie alle anderen Geräte in der Prozesskette darstellt. Der ursprüngliche Datensatz bleibt dabei als Basis für alle weiteren Arbeitsschritte erhalten. Colour Management Systeme bringen im digitalen Verpackungsdruck entscheidende Vorteile mit sich: erstklassige, einheitliche Druckqualität, schnelle Reaktionsgeschwindigkeit und hohen Kundenkomfort. Unter anderem können mit den Daten eines funktionierenden Colour Management Systems Contract Proofs direkt beim Kunden erstellt werden („What you see is what you get“, Fernproofing). Dadurch entfallen Transportzeiten und Proofing-Kosten.

CTF und CTP

CTF ist die Abkürzung für Computer-to-Film. Bei diesem Verfahren werden die im Computer bearbeiteten Bilddaten an einen Film-Belichter gesendet. Mit den belichteten Filmen werden anschließend die Druckformen hergestellt. CTF ist im Verpackungsdruck inzwischen weitestgehend von CTP-Systemen (Computer-to-Plate) verdrängt worden, bei denen die Daten direkt auf die Druckform belichtet werden.

Druckabnahme

Druckabnahme bedeutet, dass vor dem Druck der kompletten Auflage das Druckbild direkt an der Maschine überprüft und mit dem Kunden abgestimmt wird. Der Aufwand reicht von der reinen Sichtkontrolle (z. B. im Zeitungsdruck) bis zu umfassenden Analysen mit speziellen Geräten und komplexen Verfahren (z. B. im Verpackungsdruck). Auf Wunsch übernimmt Flexicon diese Aufgabe und schickt einen Spezialisten zum „Print Approval“ bzw. zur Druckabnahme an die Druckmaschine – gleichgültig, wo auf der Welt sie steht.

Druckform

Die Druckform ist das greifbare Ergebnis der Druckvorstufe: Für jeden Farbauszug wird eine Druckform zum Einbau in die Druckmaschine produziert. In moderne Verpackungsdruckmaschinen können heute bis zu zwölf Druckformen hintereinander montiert werden. Druckformen werden in vielen unterschiedlichen Varianten und Materialien hergestellt. Am häufigsten sind Platten und Zylinder aus Metall-Legierungen (Offset und Tiefdruck) und Kunststoff-Polymeren (Flexodruck). Daneben existieren unzählige weitere Varianten und Kombinationen.

Druckplatte

Druckplatten sind alle flachen Druckformen. Sie können starr oder flexibel (Flexodruck) sein und kommen in verschiedenen Druckverfahren zum Einsatz.

Druckverfahren

Druckverfahren steht als Oberbegriff für die vier Grundverfahren: Tiefdruck, Hochdruck, Flachdruck und Durchdruck. Von jedem Verfahren gibt es verschiedene Varianten und Mischformen. Im Tiefdruck wird das zu druckende Motiv in die Druckform eingraviert, gelasert oder geätzt. Die Druckfarbe hält sich nur in diesen Vertiefungen. Der Bedruckstoff wird in der Druckmaschine auf die Form gepresst und saugt dabei die Farbe auf. Beim Hochdruck ragt dagegen das zu druckende Motiv selbst aus der Druckform heraus, nachdem alle anderen Flächen entfernt wurden. Die Druckfarbe haftet nur an diesen herausragenden Flächen und wird von hier auf den Bedruckstoff übertragen. Zwei besonders simple Hochdruckverfahren kennen die meisten vielleicht noch aus der Kindheit: Kartoffel- und Linoldruck. Ein besonders anspruchsvolles und komplexes Hochdruckverfahren ist der moderne Flexodruck. Beim Flachdruck wird die Unvermischbarkeit von Wasser und fetter Farbe genutzt: Das Motiv wird mit fettfreundlichem und wasserabweisendem Material auf die Druckform kopiert. In der Druckmaschine wird die Druckform zuerst mit Wasser benetzt, bevor die fetthaltige Farbe aufgetragen wird. Die Farbe haftet nur an den Stellen, auf denen sich das Wasser aufgrund der Vorbehandlung nicht halten konnte. Das bekannteste Flachdruckverfahren ist der Offsetdruck. Beim Durchdruck dient die Druckform als Schablone. Beispiel Siebdruck: Über den Bedruckstoff wird ein feines Netz gespannt und eine Schablone aufgelegt. Die Farbe gelangt nur an den nicht verdeckten Stellen durch die Netzmaschen. Der Farbauftrag ist dabei fünf bis zehn Mal dicker als bei anderen Druckverfahren.

Druckvorstufe

Druckvorstufe oder auch Prepress bezeichnet alle Prozesse, die erforderlich sind, um alle Rohdaten wie Texte, Bilder, Grafiken und Daten zu Druckvorlagen zusammenzuführen und für den Druck vorzubereiten. Die wichtigsten Schritte in der digitalen Druckvorstufe sind Dateneingangskontrolle, Composing, Farbseperation, Montage und Proofing. Die im Artwork aufbereiteten Daten bilden das Ausgangsmaterial zu Herstellung der Druckformen für das jeweilige Druckverfahren. Im Verpackungsdruck zählt neben dem Artwork auch die  Druckformen-Produktion zur Druckvorstufe.

Fadenzähler

Der Fadenzähler ist eine Speziallupe, mit der Proofs und Druckergebnisse auf Fehler geprüft werden. Er steht meist auf einem Fuß mit eingearbeitetem Sichtfenster, in das eine Zehntel-Millimeterskala eingearbeitet ist. Über dem Sichtfenster ist eine Linse mit 4- bis 10-facher Vergrößerung angebracht. Durch Linse und skaliertes Sichtfenster können wichtige Details wie Passer, Farbauftrag und Linienbreiten begutachtet werden. Der Fadenzähler stammt ursprünglich aus der Textilindustrie, wo mit seiner Hilfe die Anzahl der Fäden auf einer bestimmten Stoff-Fläche gemessen wurde.

Farbauszug

Ein Farbauzug ist das Ergebnis der Farbseparation. Für jede Druckfarbe entsteht dabei ein eigenes Bild, das nur die Flächenanteile dieser Farbe am Gesamtmotiv zeigt. Übereinander gedruckt müssen sie wieder das Ausgangsdesign ergeben. Früher wurden die einzelnen Farbauszüge analog mit Hilfe spezieller Farbfilter hergestellt. Heute werden die Farbanteile von Scannern und Computern mit Farbseparationsprogrammen berechnet.

Farben – subtraktive und additive

Subtraktive Farben entstehen durch die Lichtanteile, die eine Oberfläche zurückwirft  (reflektiert). Sie entstehen also aus dem Farbspektrum abzüglich der geschluckten, nicht zurückgeworfenen Anteile. Ein Gegenstand, der gar kein Licht zurückwirft, erscheint schwarz. Wirft ein Gegenstand das gesamte Farbspektrum zurück, erscheint er weiß. Alle subtraktiven Farben lassen sich aus Gelb, Magentarot und Zyanblau mischen. Sie sind die Basis des CMYK-Farbsystems, das im Druck verwendet wird. Additive Farben sind selber Licht und können deshalb nicht gedruckt werden. Sie entstehen durch das Zusammenkommen verschiedenfarbiger Lichtteilchen. Bei gleichen Anteilen der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB-Farben) entsteht der Eindruck von Weiß.

Farbseperation

In der Farbseparation werden Druckvorlagen in getrennte einfarbige Bilder zerlegt. Das ist notwendig, weil jede Druckform in der Druckmaschine nur eine Farbe drucken kann. Bei mehrfarbigen Motiven muss der Bedruckstoff also mehrmals nacheinander bedruckt werden: für jede Farbe ein Mal. Meist werden die Druckvorlagen dazu in die vier Farben des CMYK-Systems zerlegt. Oft kommen noch verschiedene Sonderfarben hinzu, für die jeweils ein weiterer Farbauszug hergestellt werden muss. Alle Farbauszüge zusammen ergeben wieder das Ursprungsbild. Die Farbseparation wird heute digital an hochleistungsfähigen Rechnern mit hochauflösenden Bildschirmen (Workstations) erledigt.

Farbseperations-Programme

Farbseperationsprogramme berechnen die Farbanteile der Farbauszüge. In der Druckvorstufe für den Verpackungsdruck haben sich die Software von Artwork Systemen für Apple MacIntosh-Workstations und die Software von Esko Graphics für PC-Workstations durchgesetzt. In der Vorstufe für andere Druckerzeugnisse wie Zeitungen, Bücher oder Hochglanzbroschüren sind die so genannten DTP-Systeme (DeskTopPublishing) verbreitet. In der Regel handelt es sich dabei um Apple MacIntosh-Workstations mit gängiger Design- und Layout-Software wie z. B. Adobe Illustrator, Quark X-Press, Freehand und Photoshop.

Flexodruck

Flexodruck ist ein Hochdruckverfahren, bei dem flexible Druckplatten aus Gummi oder Fotopolymer und niedrigviskose Druckfarben verwendet werden. Im Flexodruckverfahren können sehr feine Raster von mehr als 50 Linien pro Zentimenter gedruckt werden.

Graphic Targeting

Graphic Targeting heißt der Proofing-Service von Flexicon: Auftraggeber können die Einhaltung ihrer grafischen Zielvorgaben (Targets) jederzeit kontrollieren. Am Ende der Farbseperation erstellt Flexicon einen Proof zur Freigabe. Die Ausführung richtet sich nach den Wünschen der Auftraggeber und den speziellen Anforderungen des jeweiligen Jobs. Sie reicht vom Softproof im PDF-Format über verschiedene Content-Proofs bis zu analogen und digitalen Contract-Proofs.

ICC-Profile

ICC ist die Abkürzung für das International Colour Consortium, das 1993 von acht Herstellern von Druckvorstufen-Produkten mit dem Ziel gegründet wurde, ein offenes, also von einzelnen Herstellern unabhängiges, Colour Management Systems zu etablieren. Die daraus resultierenden ICC-Profile sind Daten, in denen nach Standards des ICC die Farbfehler, Farbräume, Farbumfänge verschiedener Ein- und Ausgabegeräte definiert sind.

Integrated Supply Chain

Integrated Supply Chain – zu Deutsch die volle Integration in die Lieferkette – meint im Falle von PrePress-Dienstleistungen, dass sämtliche Prozessschritte in einem System abgebildet werden: vom Auftragseingang über die Auftragsabwicklung und bis zu Druck und Druckabnahme. Durch Schnittstellenprogrammierungen und individuelle Anpassungen werden kundenspezifische Vorlieben und Prozesse im System abgebildet. Eine zügige Projektabwicklung, Reduzierung von Fehlerquellen (z.B. durch widersprüchliche Angaben) sowie Einsparungen von Aufwand, Kosten und Zeit zählen zu den wichtigsten Vorteilen und machen die volle Integration in die Lieferkette zum Zukunftsmodell.

Klischee

Druckplatten im Flexodruck werden auch Klischee genannt. Ursprünglich bezeichnete man damit Druckstöcke aus Metall oder Kunststoff für Hochdruckverfahren. Der Name kommt aus dem Französischen: clichè bedeutet abformen.

Line Extensions

Für eine Produktlinienerweiterung (Line Extension) wird die bestehende Marke innerhalb einer gleichen Produktkategorie auf ein neues Produkt übertragen. Dadurch entsteht eine weitere Produktdifferenzierung unter der Marke. Das können z. B. neue Geschmacksrichtungen, Farben und Formen, neue Zutaten oder neue Verpackungsgrößen sein.

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Nutzen

In der Nutzenmontage werden die Nutzen eines Motivs, die auf eine Druckform passen, virtuell am Computerbildschirm montiert. Diese wurden vorher von der Farbseparation berechnet. Wenn es mehrere Nutzen sind, werden die Farbauszüge vervielfältigt und passend zusammengestellt. Früher wurde das aufwendig mit Fotofilmen und Folien per Hand erledigt – die Einzelbilder wurden also wirklich noch montiert.

Nutzenmontage

In der Nutzenmontage werden die Nutzen eines Motivs, die auf eine Druckform passen, virtuell am Computerbildschirm montiert. Diese wurden vorher von der Farbseparation berechnet. Wenn es mehrere Nutzen sind, werden die Farbauszüge vervielfältigt und passend zusammengestellt. Früher wurde das aufwendig mit Fotofilmen und Folien per Hand erledigt – die Einzelbilder wurden also wirklich noch montiert.

Pantonefarben

Pantonefarben sind Sonderfarben, deren Mischungen in einem weltweit genutzten System standardisiert sind. Eingeführt wurden die Standards 1963 von der Firma Pantone Inc. in Carlstadt/New Jersey, USA. Heute können weit mehr als tausend Farben für verschiedene Bedruckstoffe aus einem Farbmusterfächer ausgewählt werden.

Passer

Als Passer wird das exakte Über- und Nebeneinanderstehen der einzelnen Farbflächen bei mehrfarbigem Druck bezeichnet. Ungenauigkeiten verursachen Blitzer und Farbabweichungen.

ProGate

ProGate ist eine Lösung von Flexicon zur zentralen Datenbankverwaltung. Dadurch werden Schnittstellen reduziert und Reaktionszeiten deutlich verkürzt. Alle Prozessschritte sind zeitaktuell einseh- und protokollierbar. Das integrierte Informationsmanagement stellt Kunden sämtliche Daten der laufenden sowie der vergangenen Produktionen online zur Verfügung.

Proofs

Proofs sind Simulationen des späteren Druckbildes, mit denen Fehler und kleinste Abweichungen entdeckt werden können. Weil Korrekturen umso aufwendiger werden, je weiter der Arbeitsprozess fortgeschritten ist, gibt es für jeden wichtigen Schritt in der Druckvorstufe eigene Proof-Verfahren. Sie lassen sich grob in zwei Klassen unterteilen: Softproofs existieren rein virtuell am Bildschirm, Hardproofs sind physische Ausdrucke oder Abzüge. Zwei der wichtigsten Proofs in der Druckvorstufe sind Content- und Contract-Proof. Der Content-Proof ist ein farbiger 1:1-Ausdruck, mit dem die richtige Anordnung der Grafik-Elemente und die Motivgröße geprüft werden (content: engl. für Inhalt). Der Contract-Proof ist eine farbverbindliche und sehr genaue Simulation des zu erwartenden Druckergebnisses. Nach der Abnahme durch den Auftraggeber (contract: engl. für Vertrag) dient dieser Proof der Druckerei als verbindliches Muster. Immer häufiger ersetzt der Contract-Proof inzwischen auch die Druckabnahme mit dem so genannten Andruck. Für dieses Proof-Verfahren wird das Motiv mittels der fertigen Druckformen in der Druckmaschine wenige Male zur Probe gedruckt. Der Andruck liefert zwar das genaueste Bild, weil er im eigentlichen Sinne keine Simulation mehr ist, er ist je+K58doch extrem aufwendig, unwirtschaftlich und in manchen Druckverfahren technisch nahezu unmöglich.

Quality Management

Das Quality Management von Flexicon ist ein eigens entwickeltes Qualitätssicherungssystem. In der Vorstufe für den Verpackungsdruck durchlaufen große Mengen unterschiedlichster Daten unzählige Arbeitsschritte. An jeder Schnittstelle können Daten verloren gehen oder verfälscht werden. Und doch muss am Ende immer ein einziges, hochwertiges Ergebnis stehen. In seinem unternehmenseigenen Quality Management überwacht Flexicon deshalb lückenlos jeden wichtigen Arbeitsschritt. Zum Beispiel durch umfangreiche Dateneingangskontrollen, den elektronischen Abgleich von Artwork und fertiger Repro, den Einsatz moderner Colour Management-Systeme, das GraphicTargeting und die CellCheck-Protokolle in der Flexodruckplattenproduktion.

RGB

RGB ist das Farbmodell, mit dem selbstleuchtende Ausgabegeräte wie Bildschirme, Scanner und Videokameras arbeiten. RGB-Farben entstehen durch Licht in den drei Farben Rot, Grün und Blau, das übereinander projiziert wird (additives Farbsystem). Bei gleichen Anteilen an farbigem Licht ergibt sich die Farbe Weiß. Mit ungleichen Anteilen lässt sich theoretisch jede bekannte Farbe erzeugen. Durch Mischen von je zwei der Grundfarben zu gleichen Teilen entstehen die Grundfarben des subtraktiven Farbsystems CMYK.

Reinzeichnung

Die Reinzeichnung ist eine standgerechte 1:1-Vorlage für die Reproduktion. Standgerecht heißt, dass alle Elemente wie Bilder, Texte und Logos an der richtigen Stelle in der richtigen Größe angeordnet sind. Früher wurden solche Vorlagen per Hand mit Schere, Pinsel und Klebstoff zusammengestellt. In der digitalen Reinzeichnung von heute werden diese Arbeiten per Mausklick am Bildschirm erledigt. Die digitale Reinzeichnung heißt auch Artwork.

RIP

RIP ist die Abkürzung für „Raster Image Prozessor“. Er ist eine Art Übersetzungsmaschine, der die sprachliche Motivbeschreibung der Design-Software in ein Punktmuster für den Belichter umwandelt. Das entstehende Punkt-Raster wird zeilenweise abgelesen und gibt dem Laser für jeden Punkt an, ob er belichtet werden soll oder nicht.

Repro

Repro ist ein Kurzwort für Reproduktion (lat. für Wiedergabe oder Vervielfältigung). Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet. Er wird für den gesamten Druckvorstufenprozess verwendet oder als Bezeichnung für die Vorlage für die Druckformherstellung sowie für einzelne Arbeitsschritte wie etwa Farbseparation.

Sonderfarben

Sonderfarben kommen anders als CMYK-Farben fertig gemischt in die Druckmaschine. Für jede Sonderfarbe braucht man einen zusätzlichen Farbauszug, eine zusätzliche Druckform usw. Zwei Hauptgründe gibt es für ihren Einsatz: 1. Die gewünschten Ergebnisse wie Leuchtfarben oder Metallic-Effekte lassen sich im CMYK-Mischungssystem nicht realisieren. 2. Es kommt besonders auf die genaue Einhaltung des Farbtons an, z. B. bei Firmenlogos. Im Verpackungsdruck für Markenartikel-Hersteller spielen Sonderfarben deshalb eine herausragende Rolle. Sonderfarben werden auch Schmuckfarben genannt. Ein weltweites Standardsystem dafür sind Pantonefarben.

Überfüllung

Eine Überfüllung verhindert im Druck so genannte Blitzer. Dazu werden in der Farbseparation die helleren Bildanteile leicht vergrößert. Die dunkleren Flächen bleiben gleich groß. Hellere und dunklere Flächen überlappen sich später im Zusammendruck. Diese Überlappungszone ist die Überfüllung. Wie breit sie sein muss, hängt vom Druckverfahren, dem Bedruckstoff und den Toleranzen der Druckmaschine ab. Manche Farbseparationsprogramme legen Überfüllungen automatisch an. Anstelle der deutschen Bezeichnung „Überfüllung“ wird immer häufiger das englische Wort „Trapping“ verwendet.

Workflow

Mit Workflow werden Verfahren zur computergestützten Arbeitsorganisation bezeichnet. Ziel der Arbeit mit Workflow-Systemen ist es, Daten und Dokumente in geordneter Weise von einer Arbeitsstufe zur nächsten zu bewegen. In modernen Workflow-Systemen werden viele Prozesse automatisiert und standardisiert. Workflow-Systeme sind in der Regel auch an interne Betriebsdatenerfassungs- und Management-Informationssysteme (BDE und MIS) angebunden.